|
Energie-Fluss
|
Aussagen der Stakeholder
|
|
|
|
|
|
Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt:
"Den Ausbau der Wasserkraftnutzung sehen wir als sinnvoll und werden ihn auch unterstützen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff beim Start des Projektes in MagdeburgPotenziale dafür seien in vielen Flüssen des Landes vorhanden. "Dabei wird es aber vielfach darauf ankommen, die Wasserkraftanlagen den Bedingungen der Flüsse anzupassen. Diese Herausforderung wollen Forscher und Unternehmen mit dem neuen Netzwerk meistern. Dabei machen hochinnovative Flussmühlenkraftwerke die Wasserkraft zu einem noch attraktiveren regenerativen Energieträger", betonte Haseloff.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Angewandte Forschung
Dr. Reinhard Fietz, Geschäftsführer der Experimentellen Fabrik:
Die Experimentelle Fabrik, ein anwendungsorientiertes Forschungszentrum der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität agiert als Bindegliedzwischen der universitären Grundlagenforschung und den klein und mittelständischen Firmen der Region. Motiviert durch die au?erordentlich positiven Erfahrungen im Förderprogramm NEMO bei der Koordination des Netzwerkes "INNOBOOT", das heute zu den erfolgreichsten NEMO-Projekten gehört, hat das Team der Experimentellen Fabrik ein weiteres Forschungsnetzwerk konzipiert.
Unter dem Projektnamen "Technologiekompetenz Fluss-Strom" haben sich insgesamt 10 Firmen, die zum größten Teil in Sachsen-Anhalt ansässig sind und zwei Forschungseinrichtungen, unter der Leitung und Koordination der Experimentellen Fabrik zu einem Kompetenznetzwerk zusammengeschlossen. Nach drei Jahren der Förderung für das Netzwerksmanagement sollte es gelingen, von Sachsen-Anhalt aus die entstandenen neuen Konzepte zur Energiegewinnung aus Flüssen und die entsprechenden Produkte weltweit zu vermarkten.
Bevor aber mein Kollege näher auf die Flussmühlenkraftwerke eingeht, möchte ich dieses Forum nutzen, um mit wenigen Schlagworten das bereits genannte Netzwerk INNOBOOT und unser zweites aktuelles Netzwerk AUTOMEP vorzustellen.
INNOBOOT hat mit seiner Neugründung der PONTONBOOT GmbH die Sead-Phase erfolgreich gemeistert und befindet sich jetzt in der Wachstumsphase. Es werden dort zwei dieser Boote kontinuierlich parallel gebaut. Dieser Umsetzungserfolg hat vielleicht das BMWI bewogen, das Netzwerk INNOBOOT neben zwei weiteren Netzwerken aus Sachsen-Anhalt als eines der 5 erfolgreichsten Projekte auf der Internetseite des NEMOProgrammes (www.forschungskoop.de) zu veröffentlichen.
Unser zweites Netzwerk "AUTOMEP - Echtzeit-Prozessabbildung der realen Produktion in IT mittels Zigbee-Sensor-Kombinationen - hat für den Maschinenbaustandort Deutschland eine ebensolche Bedeutung. Hier ist einer der Netzwerkpartner die Firma INTERSNACK die Holding der Knabber-Gebäck-Marken "funny frisch", "Chio Chips" oder "Pom-Bär". Weitere Informationen finden Sie unter: www.automep.de Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mario Spiewack, Netzwerkmanager der Experimentellen Fabrik:
Fluss-/Schiffsmühlen haben gerade in Magdeburg eine lange Tradition, denn bereits im Mittelalter war diese Art der Energiegewinnung auf der Elbe stark verbreitet.Das erste nachweisbare Exemplar einer Flussmühle schwamm bereits 1297 auf der Elbe. Bis zu 23 Schiffsmühlen waren im 17. und 18. Jahrhundert im Magdeburger Elbbereich in Betrieb. Eine politische, nicht etwa eine wirtschaftliche Entscheidung war das "AUS" dieser Tradition. Dieser Tradition folgend und aufsetzend auf neueste Erkenntnisse und Erfahrungen ist es das Ziel im Netzwerk ortsveränderliche "Hightech-"Flussmühlenkraftwerke zu realisieren.
Das Netzwerk "Technologiekompetenz Fluss-Strom" zielt dabei primär auf die Entwicklung adaptiver Produkte zur weltweiten Erschließung von Potentialen für eine nachhaltige ökonomische, dezentrale und umweltfreundliche Energiegewinnung aus Flüssen geringer und mittlerer Strömung. Die geplanten Innovationen auf den u.g. Bereichen zielen vorrangig darauf ab, möglichst einen minimalen Erzeugungspreis pro KW als Funktion der Investitions- und Betriebskosten zu erreichen:
* Wasserradsystem, Turbine und strömungsdynamisches Umfeld
* Energiewandlung, Generatoren und Lager
* Überwachung, Diagnose und Wartung
* Robustheit, Design und Genehmigung
Für viele der genannten Entwicklungsschwerpunkte können von den beteiligten Unternehmen bereits sehr konkrete innovative Lösungsansätze beschrieben werden, die es zielgerichtet in die Entwicklung und Umsetzung zu bringen gilt. Die Form des (NEMO-)Netzwerkes als Initialisierung und zusätzlicher Treiber für die Umsetzung der Ideen bietet sich an, da jede einzelne Firma die Vision allein nicht verwirklichen könnte. Ein komplementäres Kompetenznetzwerk bietet jedoch eine optimale Basis für die Umsetzung der angestrebten Produktvision. Der durch das NEMOProjekt definierte Forschungs- bzw. Entwicklungsrahmen bietet darüber hinaus die Möglichkeit Innovationen in Produkte auch tatsächlich umsetzen zu können. Das Netzwerkmanagement durch die Experimentelle Fabrik wird die Partner dabei zielgerichtet unterstützen, die Produktvision zum Erfolg zu führen. Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Prof. Dominik Surek, Geschäftsführer An-Institut Fluid- und Pumpentechnik:
Mit der Entwicklung der Axialturbinen für geringe Gefällehöhen von 2 m bis ca. 20 m...durch Herrn Kaplan im Jahr 1913 und die teilbeaufschlagte Durchströmturbine im Jahr 1933 durch Herrn Ossberger wurde die prinziplielle Entwicklung von Wasserturbinen vorläufig abgeschlossen, obwohl das Cordierdiagramm seit 1953 deutlich darauf verweist, dass auch axiale Strömungsmaschinen für größere Schnelllaufzahlen und kleinere Durchmesserzahlen, d.h. für geringere spezifische Nutzarbeiten c²/2 möglich und sinnvoll sind. Da in den Flüssen mit Strömungsgeschwindigkeiten von c=1,2 m/s bis 4 m/s unversiegbare Strömungsenergie der Größe von c²/2=0,72 J/kg bis 8,0 J/kg dahinfließt, ist es an der Zeit diese Form der regenerativen Wasserenergie zur Erzeugung von Elektroenergie zu nutzen. Eine vertretbare Leistungsgröße kann dabei durch ausreichend große Masseströme bzw. Volumenströme analog zu den Windenergieanlagen erreicht werden mit dem entscheidenden Vorteil der großen Wasserdichte von 1000 m³/h gegenüber Windturbinen. Dafür sind die axialen Wasserturbinen mit geringer spezifischer Energie für große Schnelllaufzahlen zu entwickeln und als mobile schwimmende Wasserkraftanlagen zu bauen mit dem Vorteil der dezentralen Nutzung. Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das Konsortium der Wirtschaftsunternehmen
Dr. Thomas E. Banning, Vorstand NATURSTROM AG:
Eine zukunftsfähige Energieversorgung ist ohne einen zügigen Ausbau der erneuerbaren und dezentralen Energien nicht vorstellbar.Dafür sind unterschiedliche Erzeugungstechnologien notwendig, die es weiter zu entwickeln und optimal in ein Gesamtkonzept zu integrieren gilt. Als bundesweit agierender, unabhängiger ökostromanbieter stellen wir uns diesen Herausforderungen, auch durch Mitwirkung an technischen Weiterentwicklungen und vor allem an deren Integrationen in das energiewirtschaftliche Gesamtsystem. Mit dieser Intention beteiligen wir uns auch am Projekt "Technologiekompetenz Fluss-Strom", denn wenn es uns gelingt, gemeinsam mit unseren Partnern die technische und wirtschaftliche Machbarkeit unter Beweis zu stellen, wird dieses der Anstoß für tausende solcher Kraftwerke weltweit werden. Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Heinrich Baumgärtel, Geschäftsführer der SIBAU Genthin GmbH & Co. KG:
SIBAU-Genthin, ein typisch inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen, produziert Gehäuse für Wasserkraftturbinen und ist im Siel- und Wasserbau mit dem Rohstoff Stahl beheimatet.Basierend auf diesen beiden Kompetenzen und einer leistungsstarken Entwicklungsabteilung, die sich aus dem Projektgeschäft ergibt, stellt das hier vorgestellte Produkt eines Strömungskraftwerkes eine ideale synergetische Nutzung dessen dar, was meine Firma ausmacht. Uns ist nicht bange vor der technischen Herausforderung, ob wir allerdings für gut 12 cent pro Kilowattstunde mit unseren Anlagen in der Zukunft Strom produzieren können, kann ich und niemand anders im Konsortium heute versprechen. Versprechen kann ich allerdings, dass wir hier nicht stehen würden, wenn wir dieses Ziel nicht für möglich halten würden. Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Peter Ramme, Leiter Vertrieb & Entwicklung, Ramme-Elektro-Maschinen-Bau GmbH:
Innovationen im Elektromaschinenbau sind in der letzten Zeit technische Möglichkeiten eröffnet, die insbesondere durch eine spürbare Verringerung des Masse-Leistungs- Verhältnisses gekennzeichnet sind..., d. h. die gleiche abgegebene Leistung lässt sich mit einem geringeren Motorgewicht erzeugen. Im Low-Speed-Bereich wird dies möglich durch moderne Magnettechnologien, angepasste Wicklungssysteme und spezifische Kühlverfahren. Typische Lösungen dieser Antriebsgeneration sind Torque-Motore, die in ihrer ringförmigen Ausführung zu einer deutlichen Verbesserung des Masse- Leistungsverhältnisses geführt haben. Hinzu kommt der Vorteil, dass sie in der Regel als Direktantriebe konzipiert werden können und damit ohne ein mechanisches Getriebe auskommen. Beide Effekte wirken sich wiederum positiv auf die Kosten des Gesamtsystems aus.
Ziel im Rahmen des Projektes ist es diese Technologien und Lösungsansätze zu nutzen, um einen Fluss-Strom-Generator (Ringsegmentgenerator) mit möglichst direkter Anbindung, minimalstem Materialansatz und mit geringem Wartungsaufwand zu entwickeln, um eine deutliche Kostenminimierung bei gleichzeitiger Wirkungsgraderhöhung (eventuell auch im Teillastbereich) realisieren zu können. Mit dem ganzheitlichen Ansatz ist es das Ziel, den Energieertrag des Flussmühlenkraftwerkes zu optimieren. Nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bild
 Fluss-Strom Netzwerktreffen
|
|
|
|
|
|
|
|
|